Achtsam werden bei allem, was wir tun 

Guru:  Ihr werdet feststellen, das sich eure Träume verändern, wenn ihr kontempliert, denn ihr perfektioniert euch auf allen Ebenen, auf denen ihr handelt. Es wird auch euren Geist beruhigen. Eure Träume werden euch nicht mehr auf unangenehme Art beschäftigen. 

Ich kann das aus eigener Erfahrung berichten. In meinen Träumen tauchte normalerweise meine Mutter auf und hatte dann eine Menge zu mir zu sagen. Sie gab mir eine Menge Instruktionen, was ich tun und was ich lassen soll. Nach einer Zeit dachte ich mir: “Das gefällt mir nicht, denn ich kann nicht auf dich hören, du bist längst nicht mehr da. Das sind jetzt meine Angelegenheiten.” Es tut mir leid, aber so ist es, obwohl ich eine grosse Sympathie habe für alles, was sie mir sagte. Wie geht ihr mit euren Träumen um? Wenn sie schön sind, wollt ihr, dass sie wieder kommen. Ich hab nie meine Zeit dafür verschwendet, Träumen nachzuhängen. Niemals.  

Devotee: Was bedeutet Kontemplation? 

Guru: Kontemplation bedeutet, sich der Ursachen und Wirkungen, die man vom Morgen an, bis zum Schlafengehen, erzeugt, bewusst zu sein.  

Macht euch klar, welche Vibrationen ihr in Bewegung bringt

Was sind es für Vibrationen, die ihr in Umlauf bringt? Sind sie positiv oder negativ? Seid ihr zum Nutzen der Menschen um euch herum? Kontempliert, welche Reaktionen eure Aktionen erzeugen und schaut, ob sie eher zur Harmonie oder zur Unruhe in euch beitragen.

Kontempliert über das Essen, welches ihr zu euch nehmt, die Vibrationen, die ihr dadurch in euch übertragt und auch über die Umwelt, die euch umgibt. Ebenso euren Lebensstil, die Arbeit, die ihr verrichtet und stellt fest, wie positiv oder negativ das ist. Dies sollte jeder Mensch die ganze Zeit tun. Es geht um erhöhte Achtsamkeit, denn diese eröffnet euch viel Energie. 

Die Menschen drücken sich oft vor ihren Verantwortlichkeiten. Sie verdrängen sie. Kontemplation bringt sie alle hervor, sodass ihr alles erkennen könnt, was vielleicht nicht so gut gelaufen ist. Dann könnt ihr in euch den positiven Entschluss fassen, diese Gegebenheiten zu verändern und zu verbessern. Das wiederum wird euch dabei helfen, einen klaren Kopf zu haben, wenn ihr meditiert. 

Seid achtsam, wie ihr mit anderen interagiert 

Es ist wichtig, dass ihr wenigstens zehn Minuten am Tag kontempliert, unabhängig davon ob, ihr meditieren wollt oder nicht. Ihr müsst den Tag und was ihr getan habt rückblickend betrachten. 

Mit anderen Worten, ihr habt jederzeit die Möglichkeit, einen Fehler zu ändern. Dieses Gefühl in euch wird euch ermöglichen, Probleme in Beziehungen und anderen Situationen hinter euch zu lassen. Ihr wart vielleicht grob zu jemandem, also kontempliert über die Ursachen und Wirkungen, die ihr ausgelöst habt und über eure Beziehung zu dieser Person. 

Das wird dazu führen, dass ihr bei er nächsten Begegnung der Person anders gegenüber treten werdet. Ihr werdet auf diese Weise über jede Situation in eurem Leben die Kontrolle haben und der Kapitän auf eurem Schiff sein. Kontemplation ermöglicht euch, jeden Aspekt eures Lebens zu transzendieren und dadurch auch besser zu meditieren.  

Devotee: Aber es ist sehr schwer, sich zu konzentrieren. Wenn ich mich auf mein Kissen setzte, dann ist es einen Menge Arbeit rauszufinden, was los ist. Ich muss mich schon sehr zentriert fühlen, um gut kontemplieren zu können und das Geschehene dann auch noch loslassen zu können. 

Guru: Ich habe absolute Zuversicht, dass ihr die Kontrolle über jede Situation in eurem Leben erlangen werdet und dann werdet ihr zu euch selbst sagen: “Ich werde mich ändern. Meine Haltung und meine Verhaltensweise werden sich ändern.” Es ist unerlässlich, darüber zu Kontemplieren, wie ihr mit anderen Menschen interagiert, wie ihr euch präsentiert, was ihr sagt und wie ihr es sagt. 

Ihr wäret überrascht, was für ein starkes Werkzeug die Kontemplation ist, richtig durchgeführt, genügen nur zehn Minuten am Tag. Wenn ihr nicht auf diese Weise kontemplieren wollt, dann rate ich euch dazu: Seid bewusst anwesend, bei allem ,was ihr tut, jede Minute auf alltäglicher Basis. 

So muss ich es in allen Bereichen meines Lebens machen. Wenn ich Menschen treffe, tagsüber, dann will ich am Abend darauf zurückblicken und verstehen, was die Leute mit ihren Vibrationen in Gang gesetzt haben, wie ich mit ihnen in Wechselwirkung getreten bin und wie ich ihnen gegenübergetreten bin.

Wenn ich zum Beispiel am Tag auf eine ganze Gruppe von Pilgern treffe, sagen wir hundert oder zweihundert Leute, dann schaue ich sie in der Kontemplation an, jeden einzelnen von ihnen und sehe, ob ich etwas übersehen oder jemandes Probleme vergessen habe. Wie ich mit ihnen umgegangen bin und so weiter. Das ist unerlässlich. Ich stelle damit sicher, dass ich meiner Aufgabe, den Menschen mehr Sicherheit und Stärke mit auf ihren Weg zu geben, so perfekt wie möglich nachkomme. 

Wenn ich nicht kontemplieren würde, dann gäbe es eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass ich unter all dem Druck des Tages etwas vergessen würde. Nun, gestern Abend habe ich etwa hundert Leute gesehen. Bevor ich ins Bett gegangen bin, habe ich sie alle vor meinem geistigen Auge gesehen. Ich wollte sicher gehen, dass ich niemanden übersehen habe. Habe ich jemanden ignoriert? War meine Art, auf den andern zuzugehen, angemessen? Das alles ist immens wichtig, um das Bestmögliche zu geben und zu erzeugen. Nicht nur in meinem Fall, auch in eurem Beruf. Es wird die Qualität eurer Arbeit verbessern und auch die Beziehungen, die ihr habt. Das ist von unschätzbarem Wert. 


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