Der Umgang mit Emotionen

Devotee: : Ich habe manchmal so viele Emotionen und Gedanken.

Guru: Zum Glück, sonst wärest du ja tot. Lass sie alle nacheinander erscheinen. Wenn sie deinen Geist fluten, dann sag: „Warte einen Moment, du kommst in die Warteschlange.“ Sage den Emotionen…..

Swami: Lass sie eine Wartenummer ziehen!

Guru: Ja, sag ihnen: Warte, bis ich dich aufrufe!“

Erlaube ihnen nicht, unkontrolliert in deinen Geist einzudringen. Sage ihnen: „Wartet!“

Das ist, worum es in der Kontemplation geht. Wenn ich mich hinsetze, um zu meditieren, dann meditiere ich nicht sofort, weil sonst alle unverdaute Gedanken in meinen Geist strömen. Sage: „Nun, mein Geist, ich gebe dir jetzt die Möglichkeit dich auszudrücken, damit all die unverdauten Gedanken, die ich in meinem Leben habe, die Möglichkeit haben, sich zu offenbaren.“

Dann werden diese sich äussern und sagen: „Vergiss nicht die Arbeit, die du gerade getan hast. Du hast sie noch nicht gut vollendet.“ Deine Schuldgefühle, dein Bewusstsein diktieren es dir und sagen: „Komm schon, ich will von dir ein besseres Verhalten und bessere Handlungen.“

Beginne zu kontemplieren

Dann kannst du dich damit beschäftigen, aber du musst ein Bewusstsein in dir haben, das sagt: „Ich muss sehr achtsam darüber sein, womit ich begonnen habe. Ich werde nicht alle Gedanken zulassen, die in mein Bewusstsein hineinströmen.“

Wenn du einmal begonnen hast, regelmässig zu kontemplieren, dann wirst du dieses Problem nicht mehr haben, weil du dich täglich betrachtet hast, und es für dich leichter sein wird zu meditieren und zu kontemplieren, okay?

Devotee: Er sagt, dass er von deinen Antworten berührt ist, aber sie alle beinhalten das Element der Selbstkontrolle. Es braucht innere Fokussierung und Selbstkontrolle.

Guru: Was ihm schwerfällt?

Devotee: Konzentration ist sehr schwierig in unserem alltäglichen Leben. Es gibt soviel Ablenkungen und Spannungen. Wie soll man damit umgehen?

Guru:  Das sind viele Fragen in einer, aber ok. Ich werde versuchen, sie alle Schritt für Schritt zu beantworten. Ich werde euch etwas über Kontemplation erzählen. Kontemplation bedeutet, die Art und Weise wie ihr lebt, zu betrachten.

Devotee: Ich verstehe.

Betrachtet Ursache und Wirkung

Guru: Von dem Moment an, in dem ihr aufsteht, betrachtet euren Lebensstil. Von dem Moment an, an dem ihr zur Arbeit geht, oder was immer ihr tut. Wie ihr es tut und wie ihr auf die Resultate reagiert und welche Spannungen ihr in euch habt und was ihr vom Leben wollt.

Wenn ihr damit beginnt, werdet ihr es leichter finden, eure unkontrollierten Emotionen zu beherrschen, sie zu beruhigen und euch auf die Reise zu Harmonie und Gesundung zu begeben.

Mit anderen Worten, normalerweise würdet ihr impulsiv und ohne Verstand oder guten Grund reagieren. Auch in eurer Arbeit, die ihr macht, könnt ihr dann besser zurücktreten und überlegen : „Auf welche Weise kann ich diese Aufgabe bewerkstelligen, damit sie mir selbst Zufriedenheit gibt?“ Kein Roboter zu sein, aber zu wissen, wie ich die Aufgabe am besten angehe, um sie erfolgreich auszuführen.

Diese Zufriedenheit kommt, wenn ihr sehr analytisch mit euch selbst umgeht und euch eure Emotionen nicht erlaubt. Zu verstehen, dass ihr in eurem Körper sehr viel Kraft und Energie habt. Ich kann sie wahrnehmen, wenn ich hier sitze. Aber erlaubt dieser Energie und dieser Kraft nicht, euren Intellekt zu dominieren.

Weil dein Intellekt die Energie regieren muss, die in deinem Körper ist und zu ihm sagen soll: „Komm jetzt, ich weiss, dass du sehr stark bist. Ich weiss, dass du Kraft hast.“ Lerne, die Energie zu benutzen und das Gute im Leben nutzbar zu machen.

Das Gute im Leben kannst du dir nur nutzbar machen, wenn du weisst, wieviel Kraft und Energie du in ein spezielles Projekt hineinlegen solltest, das du begonnen hast.

Wenn du mehr Energie in ein Projekt hineingegeben hast als es notwendig ist, dann entmutigt dich dieses Projekt; dann hast du das Gefühl, dass du nirgendwo hingelangst. Lerne, deine Energie bei dir zu behalten und lerne, wie man von dieser Energie nicht mehr als notwendig verbraucht.

Es ist, als ob man eine 100-Franken-Banknote in seiner Hand halten würde. Du willst aber die 100-Franken-Note nicht nur einmal ausgeben, sondern viele Male, bevor sie alle wird. Du hast eine Energie von 100 Franken in dir oder auch 1000 Franken. Jetzt musst du lernen, wie man diese Energie klug benutzt, wie man damit arbeitet. Wenn du das nicht tust, dann wird es für dich zu viel. Genau das ist es, was im Augenblick geschieht.

Also musst du von aussen auf dich, und die Projekte und Dinge, die du tun willst, blicken und dich fragen: „Wieviel meiner Energie werde ich für dieses Projekt brauchen?“ Ich werde es nicht unbedacht machen. Nein, ich werde zu mir sagen. „Ich werde nachhaltig mit ihr umgehen. Ich werde klug mit ihr arbeiten und das erreichen, was ich erreichen möchte.“

Auch deine Beziehungen werden besser werden, denn jetzt hast du so eine Ladung Energie in dir, dass andere Menschen damit nicht umgehen können. Verstehst du? 

Die Emotionen dehnen sich auf sie aus. Zuerst musst du deine Emotionen erleben und erfahren, dann wirst du durch diese Emotionen deine Göttlichkeit erfahren. Ich erkläre dir, warum ich das sage.

Nutze die Herzens-Energie

Durch die Emotionen und ihren Ausdruck wirst du feststellen, dass es mehr gibt als dass, was du mit deinen Händen oder deinen Augen, deinem Gehör, deiner Atmung, deiner Sprache erfahren kannst. Wenn du die Energie deines Herzens zu nutzen beginnst, dann wirst du langsam aber sicher feststellen, dass sie eine Energie ist, die weit hinausreicht über den oberflächlichen Gebrauch deiner Emotionen.

Du wirst die oberflächliche Nutzung deiner Emotionen transzendieren und deinen sechsten Sinn entdecken. Der sechste Sinn ist die Erweiterung all deiner Sinne, welcher dir die Möglichkeit gibt, das Göttliche wahrzunehmen. Und er ermöglicht es dir auch, deinen Intellekt zu entdecken. Im Moment machst du alles nur mit dem Geist.

Der Geist ist ohne Verstand, wenn du die Kraft deines Intellekts nicht einsetzt. Um zu unterscheiden, um zu verstehen, was du tust um dann auch sagen zu können: „Nein, das ist nichts für mich. Ich belüge mich selbst, wenn ich so tue als wäre das göttlich.“

Deine Sinne werden immer versuchen, Spielchen mit dir zu spielen. Sie werden deinen Geist bombardieren mit Ideen wie: “ Das hier ist göttlich, es ist ganz wichtig für dich, das zu haben.“ Dann musst du innehalten und dich fragen: „Warum ist das denn göttlich? Wer sendet diese Nachricht aus? Woher kommt der Gedanke in mir?“

Dann wirst du schnell feststellen, dass da ein Äffchen in deinem Gehirn Spielchen mit dir spielt. Das Äffchen musst du unter Kontrolle bringen, mit der Zeit, denn der Geist ist wie ein Äffchen.


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