Pranayama

Darum geht es bei Pranayama. Die meisten Menschen atmen nicht richtig und, wie ich vorher schon sagte, die meisten Menschen laufen herum und atmen wie Fische, sie schnappen nach Luft. Das macht den Körper lethargisch , denn der Geist ist nicht genügend mit Sauerstoff versorgt. Je mehr man den Sauerstoffgehalt erhöht, desto besser wird man sich fühlen und desto weniger anfällig wird man für Krankheiten.

Und selbst wenn man ein körperliches Problem hat, kann man das durch die blosse Tatsache rückgängig machen, dass man Pranayama praktiziert. Dazu muss man aber zuerst einmal die alten Gewohnheiten durchrechen, die sich der Mensch zugelegt hat, was äusserst schwierig ist.

Wenn ihr die richtige Menge Sauerstoff im Blut-Kreislauf aufgenommen habt, wird dieser über den ganzen Körper verteilt und die Körperzellen werden angeregt. Dies nur durch die Tatsache, dass man die richtige Menge Sauerstoff im Blut hat. Dadurch findet in dem Wesen ein Heilungsprozess statt. Daher ermuntern wir die Leute, vor der Kontemplation und Meditation Pranayama zu praktizieren.

Ihr habt hier so viele wunderschöne Berge – geht in die Berge und praktiziert Pranayama, denn dort ist die Energie hoch, die Kraft wird euren ganzen Körper durchdringen und euch und all eure Sinne anregen. Deshalb sagen wir, dass der Herr allgegenwärtig und allmächtig ist. Allgegenwärtig und allmächtig – die Shakti, die Energie durchdringt das ganze Universum. Und wenn ihr in Harmonie seid und mit der Energie Gottes eins werdet, dann seid ihr mit der ganzen Schöpfung im Einklang. Und das ist, worauf wir uns als Maha Shakti beziehen.

Gibt es sonst noch Fragen?

Frage: Mir bereiten die Räucherstäbchen Mühe beim atmen.

Guru: Ja, einige Menschen haben Mühe mit den Räucherstäbchen. Wenn es dich irritiert, dann zünde einfach keine an, wenn du es nicht möchtest. Ich möchte niemanden unglücklich machen. Die Räucherstäbchen können irritieren, es kommt darauf an – wir benutzen sehr, sehr intensive, die können ein Problem verursachen. Mach’ dir keine Gedanken!

Frage: Ich finde es sehr schwierig, nur ein oder aus zu atmen. Ich habe das Gefühl, dass ich immer auch ein bisschen ausatme, wenn ich beim einatmen bis fünfundzwanzig zähle.

Guru: Ich sage dir, woran das liegt: Wir sind daran gewöhnt, flach wie ein Fisch zu atmen. Wenn du dir mal einen Fisch anschaust, der atmet ganz flach und schnell ein und aus. Diese schlechte Angewohnheit abzulegen ist sehr schwierig. Versuche etwas durchzuhalten und erhöhe langsam den Zeitraum. Und das zählen bis fünfundzwanzig ist eher noch wirklich kurz. Du kannst es bis fünfundsiebzig ausdehnen – bis hundert. (Gelächter)

Ja, das geht! Es ist nur eine Frage der Zeit. Das ist wahres Pranayama: Die Kontrolle über deine Atmung. Mit anderen worten: Du Kontrollierst deine Einatmung mit dem Geist, OK? (Demonstriert dies für einen sehr langen Zeitraum) Wenn du dich konzentrierst, wird die Menge an Pranam, die du aufnimmst, durch deinen Geist reguliert.

Und langsam lernt der Geist zu sagen: „Nein, langsamer jetzt“. Ich zeige euch, wie ihr es euch noch einfacher machen könnt. (Atmet schnell ein und aus.) Nun habt ihr genug Sauerstoff – OK? Nun macht ihr Pranayama und schaut, wieviel ihr die Spanne erweitern könnt. Denn nun habt ihr vorher eine Menge Sauerstoff aufgenommen und seid daher nicht knapp an Sauerstoff in euerem System.

Den Atem verlangsamen

Frage: Wenn du das tust, ist dann die Zeit, die du einatmest, genauso lang wie die Zeit, die du ausatmest? Oder atmest du etwas länger ein?

Guru: Du atmest länger ein. Nicht ein und aus, sondern langsam und kontrolliert füllst du deine Lunge mit Sauerstoff. Und wenn es dir möglich ist, hältst du dann die Luft eine Weile an. Wenn du dich unwohl fühlst, solltest du bitte direkt ausatmen! Bitte! Denn wenn ihr das nicht tut belastet ihr eurer Herz. Du magst dich sowieso ein bisschen kribbelig fühlen, das kommt dann aber durch den hohen Sauerstoffgehalt in deinem Blutkreislauf.

Question: Warum soll man den Atem anhalten?

Guru: Nun, wenn ihr euch eines Tages wirklich konzentriert könnt und in zu einem hohen Mass mit der göttlichen Energie verschmelzt, dann hört alles auf. Auch die Atmung, was eine wunderbarer Zustand ist weil ihr dann die Lebenskraft aus dem göttlichen Bewusstsein zieht.  Ihr werdet es erleben. Ich frage mich, ob nicht jemand von euch schon mal mitten in der Nacht aufgewacht ist und das Gefühl hatte, dass er nicht geatmet hat und er den Körper wie neu starten muss? Hast du das schon mal erlebt? Aha, hier gibt es also einen weiteren Freak!

Verbesserte Konzentration

Wenn eine Person im tiefen, tiefen, tiefen Schlaf ist, dann ändert sich der Atemrhythmus und eurer Prana. Es geschieht dann, dass alle Reflexe runtergefahren sind und wir eins erden mit dem göttlichen Bewusstsein. Das geschieht, wenn ihr euch wirklich konzentrieren könnt in der Meditation. Diesen Prozess habt ihr begonnen, auf eurer spirituellen Reise. Durch Disziplin durch unermüdliches Üben, den Sauerstoffgehalt in eurem Blutkreislauf zu erhöhen, werdet ihr euren Geist vollständig erwecken und nicht schläfrig sein.

Wisst ihr, gestern sind ein paar von euch eingeschlafen, zwei haben geschnarcht, ich hab dann auf dem Weg zwei Blumen gepflückt und dachte mir, es wäre doch lustig, jedem eine in den Mund zu stecken. Es passiert, weil sie nicht genug Sauerstoff haben.

Wenn du mit Sauerstoff angereichert bist, dann wirst du nicht einschlafen. Wenn du bemerkst, dass du am einschlafen bist, dann praktiziere Pranayama. Atme tief ein und aus und immer so weiter.

Habt keine Angst davor! Hier seid ihr vielleicht ein wenig gehemmt, das verstehe ich. Aber wenn ihr alleine seid, macht Pranayama. Wenn ihr müde seid, liegt es am Sauerstoffmangel im Blut. Das lässt euch so schlapp fühlen. Ich kenne das Gefühl nicht, denn ich bin konstant aktiv. Mein Geist ist aktiv , denn ich bin voller Prana. Und ich bin nicht eine seltene Spezies. Ich verspreche euch, es könnte euch allen so gehen. Je mehr Pranayama ihr praktiziert, desto besser.


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