Das Bewusstsein eines Meisters

Devotee: Guruji, Hast du dasselbe Bewusstsein wie in deinem vorherigen Leben?  Guru: Nein. Eine ganz andere Version, ein anderes Modell von mir, ist hier angekommen. Völlig frei von der Identifikation mit "Ich" und "Mein". Vollständig. Ich kann euch sagen, dass der schwierigste Teil meines Lebens die Jugend war.  Denn mein Vater war Arzt, Leiter der Medizinischen Fakultät in Sri Lanka, und er wollte, dass wir alle auch Ärzte werden. Er wollte, dass wir alle Spezialisten werden. Ich wollte mich aber nicht ein einziges Mal hinsetzen und irgendetwas studieren, weil ich dachte: "Was für eine Zeitverschwendung, ich werde das nicht machen." Wäre meine Mutter nicht an meiner Seite gewesen, so wäre dies eine höchst schwierige Zeit gewesen. 
Aufgrund meines inneren Wissens und meines geistigen Bewusstseins war dies die spannungsgeladenste Zeit meines Lebens. Denn ich musste mit meinem Vater darum kämpfen, dass er mich nicht in einen Spezialisten verwandeln konnte, immer im Hinblick auf mein spirituelles Wissen und Bewusstsein.
Ich danke Gott und meiner Mutter für ihre immense Weisheit. Sie hat meinem Vater immer wieder gesagt: "Lass ihn in Ruhe, er hat mehr Kraft und Macht als du sehen kannst, lass ihn."  Ich kann verstehen, wie schwierig es für die Menschen um einen herum sein kann, dass Mass an Weisheit und Wissen zu ermessen, mit dem man schon in dieses Leben eintritt. Das kann ein grosser Kampf sein.  Devotee: Wenn du den Blick zurück wendest auf deine ersten Inkarnationen, hast du dann irgendwelche Erinnerungen oder ist es eher so, dass du dich in ein universelles Wissen einklinkst?  Guru: Ich verbinde mich mit dem universellen Bewusstsein. Das tue ich, wann immer ihr mir eine Frage stellt. Sofort verbinde ich mich in dem Äther, in dem das universelle Bewusstsein existiert. Devotee: Das gilt auch für die letzten Inkarnationen? Guru: Ja. Devotee: Also ist es so, dass wenn wir sterben und dann wieder geboren werden, wir keine Erinnerung an das letzte Leben mit uns nehmen, sondern alle Erinnerungen im Äther gespeichert werden?  
Guru: Das Wort Erinnerung trifft es nicht. Es ist keine Erinnerung, es ist die Karmische Akasha Aufnahme.  Die karmische Akasha Überlieferung. Dieses Karma beinhaltet die Gesamtheit der Vibrationen, die du auf deinem evolutionären Weg in Bewegung gesetzt hast. Die Ursachen und Wirkungen deiner Handlungen, die im Äther registriert sind und die wiederum die zukünftige Struktur deines Lebenswegs mitbestimmen.
Kürzlich habe ich meditiert und die göttliche Mutter tauchte auf und sagte zu mir: "Komm, ich will dir deine Familie zeigen." In einem Geistesblitz zeigte sie mir folgende Vision: Ich dachte, ich wäre auf einer Schnellstrasse, aber diese Schnellstrasse war die Aneinanderreihung meiner vielen, vielen, vielen, vielen, Lebenszyklen und Familien, die ich durchlebt habe, von denen ich Teil war.  Es war unglaublich. Ich erkannte meine Grossmutter und meinen Grossvater. Hinter ihnen kamen so viele seltsame Menschen, von denen ich mir nicht vorstellen kann, dass sie zu meiner Familie gehören. Aber sie alle sind Teil der Familie, die mich hervorgebracht hat und mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Das erzeugt Mitgefühl und Verständniss.   Devotee:  Bedeutet das also, dass wir auf verschiedenen Ebenen (Gegenwart, Zukunft, Vergangenheit) gleichzeitig agieren können, wenn wir uns mit dem Äther, dem höheren Bewusstsein, verbinden?  Guru: Ja. Wenn man sich einmal mit dem höheren Bewusstsein verbunden hat, dann hat man einen unglaublichen Weitblick. Eine erweiterte Sicht. Dann siehst du, dass du auf eine bestimmte Art strukturiert bist. Du siehst die Abstammung dieser ganzen physischen Ausprägungen, die sich über viele, viele Lebenszyklen hindurch entwickelt haben. Ihr könnt verschiedene Beschwerden, Krankheiten und Probleme von Generationen mitbringen, und wenn ihr zurückblickt, decken sie alle das Muster des Karmas ab. Devotee: Bedeutet das, dass du ausserhalb der Gesetztmässigkeiten von Verhaltensmustern stehst? Guru: Wer? Ich? Ich weiss nicht. Ich sterbe genauso wie jeder andere. Wenn du mich zwickst, werde ich schreien. Wenn du etwas in meine Richtung schmeisst, werde ich versuchen es abzufangen, weil es mir sonst gegen den Kopf fliegt. Da ist kein Unterschied. Da ist ein kleiner Unterschied, und dieser liegt im erhöhten Gewahrsein.  Ihr könnt Gott nicht sehen. Ich kann Gott sehen. Das ist ein grosser Unterschied. Als ich ein Kind war, bin ich davon ausgegangen, jeder könnte Gott sehen und mit ihm sprechen. Es war eine so wunderbare Sache, aber niemand sprach darüber. Niemand, auch meine Freunde, sprach über Gott. Also fragte ich meine Freunde eines Tages: "Warum redet ihr nicht über Gott." Und sie sagten:" Wer soll das sein?" Und dann ist bei mir der Groschen gefallen.  Meine kleinen Freunde sind regelmässig zu mir zum spielen gekommen. Es waren alles arme Kinder, die da kamen. Sehr früh am Morgen kamen sie schon, ich verstand nicht warum, und meine Nanny sagte häufig zu mir: "Schau du musst die Kinder nicht darin unterstützen, dass sie schon so früh am Morgen zu dir kommen." Und ich sagte: "Ich hab sie nicht darum gebeten, sie kommen einfach."  Ich fragte dann eines der Kinder: "Warum kommt ihr schon so früh am Morgen zu mir?" Es sagte: "Oh, wir kommen her und spielen mit dir, weil wir jedes Mal einen Schlag kriegen, wenn wir dich berühren." Das war also die Wahrnehmung dieser Kinder. Sie merkten, dass etwas ungewöhnlich war an diesem kleinen Menschen und dass man, wenn man diesen kleinen Jungen berührte, einen Schlag bekam. Also sassen sie auf meinem Teppich und spielten das Spiel, mich zu berühren und dabei einen Schlag zu kriegen. Wisst ihr, so tief ist die Unschuld, in der man lebt, wenn man spirituell hoch entwickelt ist, dass man nicht versteht, dass die anderen Menschen nicht diesen Bewusstseinszustand haben. 
Du stellst mir also die Frage, ob ich eine besondere Beziehung zum Universum habe. Ja, das habe ich. Ich würde euch die Unwahrheit erzählen, wenn ich etwas anderes sagen würde. Natürlich habe ich die Macht, mit vielen Dingen umzugehen, aber ich bin sehr schüchtern, wenn es um diese Dinge geht. Schlicht und einfach, kenne ich Gott, aber ich möchte nicht Gott spielen.
Ich bin nicht Gott. Wir haben bereits genug Menschen, die sich Gott nennen, und sie wurden degradiert. Ich habe mich lieber bereits selbst degradiert. Ich bin nicht Gott. Es ist gut genug, wie es ist. Devotee: Wie hast du dich gefühlt, als du entdeckt hast, dass du nicht wie die anderen Kinder warst?  Guru: Das zu entdecken, war eine Enttäuschung für mich. Ich werde euch sagen, was die Enttäuschung war. Dass die Kinder Gott nicht kannten. Selbst heute noch kann ich manchmal, wenn ich mit Menschen über das Gottesbewusstsein und die Kraft und die menschliche Beziehung zu Gott spreche, sehen, dass es weit über die Köpfe der Menschen hinausgeht und sie nicht verstehen können, was ich sage. Also versuche ich, so gut ich kann, es auf die Ebene zu bringen, auf die sich die Menschen beziehen und die sie verstehen können. Es ist nicht schwer, es ist einfach.  Aber man muss die Köpfe der Menschen verändern, damit sie verstehen, wovon ich spreche. Aber seht ihr, seit Generationen sage ich etwas: Es gibt eine Terminologie, die wir "Culachara" nennen. "Culachara" bedeutet genau das, was Franz gesagt hat, dass Traditionen durch die Generationen kommen. Aber das bedeutet nicht unbedingt, dass diese Seele von genau diesen Generationen von Menschen kam, sie könnte auch von jemand anderem sein, einem anderen Land, der in diese neue Generation kommt. Deshalb kann es sich ständig ändern.
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