Reinkarnation und Nichtanhaften

Guru: Nun stellt euch vor, ich würde in dieser Inkarnation sehr an dieser Flasche hier hängen. Mit meinem letzten Atemzug würde ich an diese Flasche denken, mit dem Bewusstsein darüber, dass sie mir mehr bedeutet als alles andere. Dann gehe ich zurück mit dem immens starken, intensiven Verlangen, nach dieser Flasche. Ich werde also, nachdem ich physisch gegangen bin, um diese Flasche herumschweben. Die Flasche gehört mir nicht mehr und diese Sackgasse, die mich in der Welt hält, werde ich erst verlassen können, wenn das Verlangen abgeebbt ist.  Das ist der Grund warum wir den Leuten sagen, dass sie zwar all die schönen Dinge haben können, solange die Verbindung derart ist, dass man sich selbst leicht wieder aus ihr lösen kann. Sodass ich, falls ich zufällig sterben muss, nicht an dieser Flasche anhafte, die mir nicht mehr gehört, sondern jemand anderem der sie nun in Besitz genommen hat. Derjenige macht nun damit was er will und ich würde sonst im Kreis herumrennen und denken: " Das ist meine Flasche , was zu Teufel machst du mit ihr"?

Materielle Dinge sollen nicht Besitz über euch ergreifen

Das ist es was den Menschen geschieht wenn sie sterben. Sie kommen zurück in ihr Zuhause, zu den Werten die sie besessen und an denen sie gehangen haben. Und dann sehen sie sich um und stellen fest, das diese Dinge nicht länger ihrer Kontrolle unterstehen. Und nicht lange nach ihrem Tod werden die Dinge, die ihnen wichtig waren, weggeworfen. Der Mensch wir sich so lange wieder Inkarnieren., bis er verstanden hat, dass man die schönen Dinge im Leben nur im hier und jetzt besitzen kann. Benutzt sie weise, macht einen Menge Geld und seid erfolgreich. Aber in diesem Erfolg, muss einem immer bewusst sein, dass dieser Zustand transitär, vorübergehend ist. All die materiellen Dinge sind dafür da um euch im Leben voran zu bringen, ihr habt sie euch durch positives Karma verdient. Ich gebe euch jetzt ein sehr gutes Beispiel: Für den Aufbau eines Klosters verantwortlich zu sein, mit allem drum und dran, mit den Tempeln, den Tieren uns so weiter, da sagen die Leute zu mir: "Guruji, was für für einen unglaublicher Ort !" und ich sage dann:" Nein, nein, nein, Das alles hat mit mir nichts zu tun. Es ist das Werk Gottes." Swami hat mich zum unteren Tempel gefahren, damit ich dort das Auto in die Schweiz besteigen konnte. Dann hat er mich angeschaut und gesagt:" Du bist gar nicht mehr richtig hier, du hast deine Sachen gepackt und Skanda Vale schon verlassen. Ich kann fühlen, dass du überhaupt nicht mehr mit Skanda Vale involviert bist. Ich sagte ihm:" Ich bin jederzeit bereit zu sterben. Wenn Gott will, dass ich gehe, dann ist das ok. für mich. Ich hab meine Arbeit getan und werde nicht herumgehen und schauen  was ihr hier macht. Denn es ist nun eure Aufgabe. Wenn Gott möchte, dass ich nach Skanda Vale zurückkehre, dann werde ich es tun und meine Pflichten weiterhin erfüllen, aber ich bin nicht so anmassend zu glauben, ich wäre unersetzlich. Ich habe nicht das Gefühl, dass irgendetwas in Skanda Vale mir gehören würde, auf gar keinen Fall. Es ist ein Auftrag den ich erfülle. Ich bin beriet zu gehen. Was ich anhabe ist auch geliehen. Gott hat mir diese Möglichkeit aufgetan, indem mein Gepäck verloren gegangen ist. (Gurus Gepäck ist auf dem Weg in die Schweiz verloren gegangen) Während der nach Frankreich dachte ich, mit der Zeit werde ich anfangen zu stinken, wenn meine Tasche nicht wieder auftaucht, denn ich habe keine weiteren Kleider mehr. Aber ist das nicht lustig? Ich finde es total lustig. Ich habe all diese wundervollen Dinge, schön eingepackt und jetzt habe ich nichts zum Anziehen. Wie schön! Ich komme dann morgen in ein Blatt gehüllt, eins um mich herum und eins über mich gelegt. Warum nicht? Warum nicht?
Befreit euch von den Fesseln der Dinge die euch in eurem Leben umgeben. Lasst euch nicht von ihnen regieren.
Du musst dazu in der Lage sein zu sagen: "Ok. wenn ich es habe ist es gut- und wenn nicht ist es auch gut, es macht keinen Unterschied." So sollte das Gefühl in Hinblick auf Reinkarnation und den Tod sein. Befreit euch, kehrt nicht zurück. Es gibt Menschen die ich für eine Lange Zeit gekannt habe, die ich gesegnet habe und die dann nachdem sie verstorben sind um ihre Besitztümer kreisen.  Denen sage ich dann immer wieder: " Gehe Weg, was zum Himmel willst du hier?" Mit euch hat das nichts zu tun, wir erfüllen hier eine zeitlich limitierte Aufgabe. Lernt das in eurem Leben. Es ist sehr schön, wenn ihr frei seit, das ist wahre spirituelle Freiheit: Etwas zu haben oder eben auch nicht, sich nicht an das zu binden womit andere sich umgeben. Sie sind besessen davon. Ich möchte, dass ihr die ganze Zeit frei seid. Geniesst es. Ich sage euch nicht, dass ihr alle schönen Dinge des Lebens loslassen sollt. Nein, nein, nein, habt sie, aber lasst euch von ihnen nicht beherrschen. Das ist sehr wichtig.

Wie ist es mit dem Anhaften an andere Menschen?

Frage: Ich finde es ziemlich einfach, mich unverhaftet Dingen gegenüber zu fühlen, aber man kann auch an einem Menschen hängen? Wie können wir damit zurechtkommen?. Guru:  Ihr könnt weiter an mir hängen. Kein Problem. Ich verstehe, dass dies eine Entwicklungsaufgabe ist. Am Anfang deiner spirituellen Reise haftest du an. Langsam lernst du dann, dass du niemand anderen besitzen kannst. Es ist ebenso wie wenn eine Mutter ein Kind bekommt. Sie hat dann jedes Recht zu sagen: "Das ist mein Kind." Denn sie hat das Kind neun Monate lang ausgetragen, es genährt, es aufgezogen. Aber es ist nicht ihr Kind. Das Kind ist dir für eine bestimmte Zeit in Obhut gegeben und es deine Verpflichtung ,dich um das Kind zu kümmern, für es zu sorgen und es hin zur Selbstständigkeit zu erziehen. Dann wird es dich mit Freude erfüllen.
Wenn du aber besitzergreifend dem Kind gegenüber bist, dann wirst du der unglücklichste Mensch sein, weil du willst, dass das Kind tut was du willst.
Du weisst verdammt genau, dass das Kind nicht tun wird was du sagst. Das Kind ist frei und wenn du es gut aufziehst, mit tiefer Liebe und Zuwendung und wenn du von klein auf einen Austausch mit dem Kind pflegst, dann wird das der späteren Beziehung zwischen euch zugute kommen. Du musst fähig sein zu sagen:" Ja, ich habe dir meine Liebe gegeben und ich wünsche mir, dass du die Früchte dieser Liebe geniesst. Ich bin frei dafür, deine Freiheit zu sehen. Diese Freiheit möchte ich dir geben." Ich möchte, dass ihr frei seid. Nicht gegängelt und kontrolliert, beschimpft und gemobbt an etwas zu glauben. Das ist keine Spiritualität. Dann würdest du es unmöglich finden, dich spirituell weiterzuentwickeln, das ist sehr wichtig.  Falls ihr eine Partnerschaft habt, dann möchte ich, das die Beziehungspartner dies verstehen. Versuche deinen Partner nicht zu besitzen. Wenn du deinen Partner schnell los werden willst- das ist der beste Weg Ebenso sollt ihr euren Partner nicht abweisen. Verbringt viel Zeit miteinander, seid selbstlos und sorgt für euren Partner, das ist äusserst wichtig. Wenn du deine Beziehung beginnst auf diese Weise zu führe, dann wird es dir Freude machen zurückzustehen und die Dinge sich entfalten zu lassen, wenn du auch manchmal ganz schelmisch schon weisst, das was im Busch ist. Ich will das dann gar nicht wissen. Manchmal, wenn ich zurück nach Skanda Vale komme, dann dann merke ich schon was um mich herum los ist, aber ich stelle mich taub. Ich lehne es ab mich da zu involvieren, ich tue so, als würde ich nichts mitkriegen und wenn ich rein komme sage ich mit freundlicher Stimme: "Hallo, wie geht es euch.?" Und im stillen gehe ich herum und lasse ihnen mehr Liebe, mehr Fürsorge und mehr Verständniss zukommen.. Warum sollte ich es für irgendjemanden schwieriger machen als es schon ist? Ich verstehe, wie schwierig es ist, sich spirituell weiter zu entwickeln. Warum sollte ich den Menschen Hindernisse in den Weg legen? Auf keinen Fall. Liebe ist Selbstlosigkeit. Ich möchte, dass ihr sie kultiviert.
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