Die Kosten unrechtmässiger Kriege 

Frage: Was können wir tun, um die Dinge zum positiven zu verändern? Zum Beispiel bei den Problemen, die es im Moment am Golf gibt? Was können wir von unserer Seite aus tun? 

Guru: Haltet euch da raus. Hört nicht auf den Unsinn, der im Radio oder im Fernsehen kommt. Das ist alles verzerrt. Es ist eine Methode, die Öffentlichkeit zu bearbeiten und eine Gehirnwäsche durchzuführen und nach einiger Zeit denkt man, man ist verrückt, wenn man hört, was im Radio kommt.

Als es anfing, hörte ich mir einiges davon an und dachte: „Du meine Güte“. Man wird wütend, man wird aggressiv, wenn man hört, dass Menschen getötet werden und was sonst so passiert. Dann wickelt man sich in diesen Müll ein. Hört nicht hin. Ich habe aufgehört, mir irgendetwas anzuhören, und gesagt: „Ok, ihr wollt euch umbringen, na dann frohe Weihnachten:“

Doppeltes Unrecht ergibt noch kein Recht. Wusstet ihr das. Zweimal Unrecht ergibt nicht einmal Recht. Was wir tun müssen, ist zu versuchen, das zugrundeliegende Problem zu lösen, und dieses Problem muss unter den Arabern gelöst werden und nicht durch eine westliche Allianz. 

Ich werde euch jetzt eine wichtige Frage stellen. Hier ist eine Allianz, eine westliche Allianz, die Kuwait retten möchte. Tausende und abertausende Liter Öl werden ins Meer geschüttet. Tausende und abertausende von Vögeln wurden vernichtet und Leben im allgemeinen wurde zerstört. Bis Kuwait befreit ist, wird es kein Kuwait mehr geben. 

Wenn man Kuwait befreit hat, wird man sich an einem Tigerschwanz festgehalten haben, denn dieser Mann (Saddam Hussein) wird die Grenze überschreiten, nachdem die Armee abgezogen ist. Was wird man also tun? Man kann den Schwanz des Tigers nicht loslassen, weil er einen sonst beissen wird. 

Irak hat einen Verrückten und auch anderswo gibt es Verrückte. Es braucht zwei, um Tango zu tanzen, und das verursacht grosses Unglück und grosses Leid. Ich bin sehr besorgt. Ich habe der göttlichen Mutter davon berichtet, ich habe sie darauf aufmerksam gemacht. Ihre Antwort vor fünf oder sechs Tagen war. „Überlasse das mir, ich weiss, was zu tun ist.“ Also habe ich es ihr überlassen und höre mir jetzt nicht einmal mehr die Nachrichten an, weil ich es nicht will.

Betet, betet, betet. Betet für den Frieden. Betet, denn wir haben eine Waffe, die viel grösser ist als die Bomben, die sie abwerfen.

Könnt ihr das verstehen? Nie zuvor, seit dem zweiten Weltkrieg, wurden zwanzig tausend Bomben abgeworfen – auf Kuwait.  Viel mehr als über Deutschland abgeworfen wurde. Nun diese Bomben hier sollen Augen haben, sie suchen nach Soldaten, nicht nach gewöhnlichen Menschen. 

Wenn man zwanzig tausend Bomben abwirft, um diese Orte zu finden, wird man zwangsläufig grosse Teile der Gesellschaft dieses Landes zerstören. Das kann man nicht verhindern, und niemand darf sich der Illusion hingeben, dass keine unschuldigen Menschen sterben. Es ist tragisch. Es ist eine sehr unglückliche Situation, an der wir uns nicht beteiligen dürfen.

Frage: Es gibt hier in der Schweiz eine grundsätzliche Diskussion über den Militärdienst.

Guru: Das ist eine Pflicht, welche jeder zu erfüllen hat. Es ist ein Teil der Traditionen und der Spielregeln in diesem Land: man muss sich vor unrechtmässigen Verhalten schützen, das ist notwendig.

Devotee: Aber ich glaube, ein anderer Devotee hat einen Punkt erwähnt, den ich ganz klar übersehen habe, nämlich dass Arjuna bei der Erfüllung seiner Pflicht von Krishna angeleitet werden muss, bei dem was er tut. 

Guru: Ja, durch Rechtschaffenheit. Ihr seht, man muss sehr vorsichtig sein, wenn man das in die alltägliche Praxis überträgt.

Devotee: Ja, denn wir denken darüber nach, ob wir wieder Militärdienst leisten sollen oder nicht, oder ob es besser ist, all das zu vergessen. Aber was ist mit dem Schutz des Landes?

Guru: Wo es Ungerechtigkeit gibt, wo es eine potentielle Gefahr gibt und du weisst, de Verteidigungsmechanismus dieses Landes ist wirklich sehr gering. Es ist sowieso keine Herausforderung für andere Länder im Falle eines Krieges. Im zweiten Weltkrieg war die Schweiz neutral; ich denke, diese Neutralität wird von eurer Armee verteidigt. Das ist sehr, sehr wichtig. Ich begrüsse das, ich hoffe, dass mehr Länder neutral sein werden und sich nicht an diesem Unsinn beteiligen.

Wenn man sich diesen Unsinn ansieht, es werden Milliarden und Abermilliarden für diesen Krieg ausgegeben, und wir haben kein Geld, um die Armen zu ernähren. Wir haben kein Geld, um die Armen unterzubringen. Wir haben kein Geld, um die Armen zu kleiden. Das ist unmoralisch. Völlig, völlig unmoralisch.

Ich bin traurig darüber, dass die Menschen nicht so denken. Die Krankenhäuser haben kein Geld. Die Betten werden reduziert. Grossbritannien befindet sich buchstäblich in einer furchtbaren wirtschaftlichen Lage und alle Krankenhausbetten sind voll. Bevor wir hierher kamen, wurde einer der Mönche wegen eines Leistenbruchs operiert. Er kam am Mittwoch ins Krankenhaus. Er wurde operiert und am Donnerstag entlassen, weil sie wirtschaftlich denken und nicht zum Wohle der Menschen. 

Das ist meiner Meinung nach die schlimmste Weise, wie wir denken könnten. Es ist in keinster Weise zivilisiert. Und warum? Weil wir Geld sparen für Dinge, die wir nicht tun sollten. Das ist sehr traurig. Sehr, sehr traurig. Unsere Brothers mussten sich also um ihn kümmern, denn normalerweise hätte er nach einer so schweren Operation etwa zehn Tage oder zwei Wochen gebraucht.

Unsere Werte müssen sich ändern, Freunde. Nicht in Richtung der Wirtschaft, sondern für das Wohlergehen der Menschen. Das ist sehr wichtig.

Lasst nicht andere das Denken für euch übernehmen

Ihr müsst bedenken, dass es sich um die Weltwirtschaft handelt. Ihr müsst verstehen. Wie kann es möglich sein, dass ein Mann wie Saddam Hussein so viele Waffen in seinem Besitz hatte? Wer gab ihm die Waffen? Diese Frage müsst ihr stellen.

Wer gab ihm diese Waffen? Die Amerikaner? Franzosen? Briten? Schweizer? Deutsche? Oder irgendjemand sonst. Warum? Weil es ein gutes Geschäft ist. Und nachdem man ihm diese Waffen verschafft hat, bombardiert man ihn jetzt. Irre.

Keine Sorge, wartet, bis der Krieg vorbei ist. All die Geschäftsleute, die Rüstungsgüter herstellen, werden vor seiner Haustür warten. Um den Irak zu schlagen, rüsten sie Saudi-Arabien aus. Es ist eine verrückte Situation. Absolut verrückt. Und ist das ein gutes Geschäft?

Lasst euch da nicht reinziehen. Schaut kritisch darauf. Untersucht und analysiert es. Lasst nicht anderer das Denken für euch übernehmen. Ihr habt die Fähigkeit zu denken und zu verstehen, was ihr für euer Land wollt. Das ist sehr wichtig. Jeder von euch muss sich einbringen.

Zieht euch nicht aus der Verantwortung. Das ist gutes Yoga. sagt nicht: „Ach, das ist nicht meine Sache.“ Es ist eure Sache. Ihr habt die Macht zu wählen. Ihr müsst darüber nachdenken, wie ihr eure Stimme weise einsetzten könnt, und ihr müsst Gebrauch von eurem freien Wahlrecht machen. Das ist absolut wichtig.

Übt euer Wahlrecht aus

Die kollektive Stimme wird grossen Einfluss haben, darauf haben, dass dies hier ein Ende hat. Wir müssen alle positiv denken. Wir müssen an das Göttliche appellieren, uns zu helfen, dieses Problem auf friedliche Weise zu lösen. Wir sollten es nicht zulassen, dass die Welt in einen schrecklichen Zustand der Zerstörung gerät. Das geschieht, und es ist sehr traurig. 

Ihr wisst, dass es den Gedanken gibt, dass man im Namen der Gerechtigkeit zur Waffe greifen kann. Aber ich kann in keinem der Kriege, die Menschen geführt haben, Gerechtigkeit erkennen. Um die Gerechtigkeit zu verteidigen, muss der Mensch seine Werte verbessern und diese verteidigen. Ich kann nicht erkennen, dass das, was irgendwo geschehen ist, gerecht wäre. Es ist sehr besorgniserregend zu sehen, was geschieht.


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